Lehm-Revival - Lehmputz wird auf eine Fachwerkwand aufgetragen

Sanieren mit Lehmputz

So klappt es gut und ohne Risse

Wenn du dein Fachwerkhaus sanierst, einen Altbau ökologisch aufwertest oder ein besseres Raumklima schaffen willst, ist Lehmputz eine der besten Lösungen. Er puffert Feuchte zuverlässig, wirkt sorptiv auf die Innenraumluft, ist emissionsfrei und vollständig wiederverwertbar.

Doch die Arbeit mit Lehm erfordert Geduld und achtsames Arbeiten. Risse entstehen fast immer durch zu viel Wasser, falschen Untergrund, überdicke Lagen oder zu schnelles Trocknen. Mit sauberer Vorbereitung und richtigem Schichtaufbau klappt es auch beim ersten Mal. Weitere praktische Hinweise findest du in meinen Tipps & Tricks für den Lehmbau.

Warum ich Lehmputz bei Sanierungen empfehle

  • Reguliert Feuchte und senkt Schimmelrisiko
  • Emissionsarm, lösemittelfrei, sorptiv wirksam
  • Haftet mit passendem Träger sicher auf Holz und Gefachen
  • Erdige Optik: rustikal bis fein geglättet
  • Es fühlt sich für mich einfach besser und gesünder an

Meine Empfehlung: Lehmputze von ClayTec

Ich arbeite mit Produkten von ClayTec – dem Pionier, der Lehm als Baustoff wieder salonfähig gemacht hat. Nach einer langen Phase, in der Lehm in der modernen Bauwirtschaft fast völlig in Vergessenheit geraten war, hat ClayTec den Werkstoff zurück auf die Baustelle gebracht. Als Marktführer treibt ClayTec auch die DIN-Normierung von Lehmbaustoffen voran und macht sie so für die gesamte Bauwirtschaft zugänglich – ein wichtiger Beitrag für nachhaltiges Bauen und Sanieren. Die Qualität ist konstant hoch, die Verarbeitung durchdacht und der technische Support erstklassig. Hier sind die Produkte, die ich am häufigsten einsetze und empfehle:

ClayTec Mineral 20

Universeller Lehm-Unterputz mit mineralischer Magerung (0–2 mm Korn). Ideal für den maschinellen und handwerklichen Auftrag auf Mauerwerk, Beton und Putzträgern. Mein Standard-Unterputz bei den meisten Sanierungsprojekten.

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ClayTec YOSIMA Designputz

Farbiger Lehm-Designputz in über 140 Farbtönen – fertig gemischt, sofort verarbeitbar. Für Wände mit Charakter: samtige Oberfläche, natürliche Pigmente, ohne Zusatzstoffe. Perfekt als sichtbarer Oberputz.

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ClayTec Lehm-Oberputz fein 06

Feiner Lehm-Oberputz mit 0,6 mm Korngrösse für glatte, edle Oberflächen. Lässt sich hervorragend glätten und filzen. Meine erste Wahl, wenn anschliessend mit Lehmfarbe gestrichen wird.

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ClayTec Lehm-Unterputz mit Stroh

Traditioneller Lehm-Unterputz mit Strohhäcksel als Armierung. Besonders geeignet für Fachwerksanierungen und historische Gebäude, wo ein authentischer Aufbau gewünscht ist. Erdfeucht geliefert.

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Was du brauchst

  • Lehm-Unterputz (erdfeucht oder trocken)
  • Optional Feinputz
  • Rostfreie Glättkelle / Traufel
  • Schwamm- oder Filzbrett
  • Zahnkelle / Nagelbrett zum Aufrauen
  • Mörtelkübel + Rührquirl
  • Bei Bedarf: Haftschlämme, Armierungsgewebe, Abdeckmaterial

So trage ich Lehmputz auf – Schritt für Schritt

  1. Untergrund vorbereiten – Tragfähig, staubfrei, gleichmässig saugend. Lose Altputze entfernen, feuchte oder salzhaltige Stellen sanieren. Stark saugende Flächen vornässen. Auf Holz immer Putzträger (Schilfrohrgewebe, Rippenstreckmetall) mit Überlappung setzen.
  2. Haftbrücke herstellen – Bei glatten oder schwach saugenden Flächen dünne Lehm-Haftschlämme oder Putzgrund auftragen – Ziel: matte, griffige Oberfläche.
  3. Putz anmischen – Erdfeucht: minimal Wasser zufügen. Trockenmörtel: Wasser portionsweise, intensiv mischen, 10–15 min ruhen lassen, erneut mischen. Zu viel Wasser = Risse!
  4. Haftlage auftragen – Dünn (3–5 mm) anwerfen oder aufziehen, rau belassen – das schafft Verzahnung.
  5. Unterputz aufbringen – In Lagen bis max. 15 mm pro Durchgang. Bei dickerem Auftrag schichtweise arbeiten. Kritische Übergänge und Ecken mit Armierungsgewebe sichern.
  6. Aufrauen – Frischen Putz sofort mit Zahnkelle oder Nagelbrett kräftig aufkämmen – essenziell für Haftung der Folgeschicht.
  7. Trocknung kontrollieren – Guter Luftwechsel (Durchzug) ist Pflicht. Keine direkte Sonne oder Heizung. Richtwerte: 2–3 mm ≈ 24–48 h, 10 mm ≈ 7–14 Tage. Zu schnelles Trocknen führt zu Schwindrissen.
  8. Feinputz & Finish – Nach ausreichender Trocknung Feinputz (2–4 mm) aufziehen, glätten, filzen oder schwämmen. Natur belassen oder mit Lehmfarbe streichen.

Die fünf häufigsten Riss-Ursachen

  • Überhöhte Wasserzugabe
  • Zu dicke Einzellage
  • Fehlender Putzträger auf Holz
  • Unkontrolliert schnelles Trocknen
  • Keine Armierung an Übergängen

Nächste Schritte

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Das Wichtigste beim Arbeiten mit Lehm: Zeit.

Achte immer auf genügend Zeit zum Trocknen der einzelnen Lagen. Dann wird dein Projekt sicherlich gelingen.

Ich helfe dir gerne bei deinem Projekt – melde dich einfach.

Kenny Kent